Sikkens Quality Time

Farbforschung

Sikkens steht für Innovation und ist führend in der Umsetzung neuer Ideen und zukunftsgerichteter Technologien.

Das ACC-System - die Ordnung der Farben


Alle Kollektionen von Sikkens bauen auf dem eigens entwickelten ACC-System (Acoat Color Codification) auf, das weltweit von Architekten angewandt wird. Diese Kodierung ordnet die Farben nach ihren Grundeigenschaften – Farbton, Sättigung und Helligkeit. Farbtöne werden so exakt definiert und systematisch gekennzeichnet.





Das Wort für eine Farbe löst bei vielen Menschen eine unterschiedliche Vorstellung über den Farbton aus: Das Wort "Rot" kann für den einen ein helles Signalrot bezeichnen, ein anderer wiederum stellt sich das satte Rot reifer Tomaten darunter vor. Um Missverständnisse zu vermeiden, hat Sikkens sämtliche Farbtöne des 4041 Color Concept über das Acoat Color Codification-System definiert. Farben gleicher Helligkeit oder Sättigung können dank des ACC-Systems schnell und passgenau zusammengestellt und Farben eines Farbtonbereichs problemlos arrangiert werden.

Mittels einer sechsstelligen Codierung werden die Farben nach ihren Grundeigenschaften, Farbton, Sättigung und Helligkeit, geordnet. Je zwei Ziffern dieser Codierungen stehen dabei für die Sättigung und die Helligkeit, der Farbton wird dagegen durch eine Kombination aus Buchstaben und Ziffern gekennzeichnet.

Der Farbtonbereich

24 Buchstaben stehen für 24 Sektoren des Farbtonkreises - von Rot und Orangen (A bis E) über Gelb (F und G) nach Grün (H bis P), Blau (Q bis U) bis Blau- und Rotviolett (V bis Z). Des Weiteren werden die 24 Farbtonsektoren zur genauen Unterscheidung in jeweils zehn Teile geteilt - von beispielsweise A0 bis A9.








Helligkeit und Sättigung

Die Helligkeit und der Sättigungsgrad eines Farbtons werden jeweils durch Maßzahlen von 00 bis 99 angegeben. Dabei steht die "99" für die höchstmögliche Helligkeit und Sättigung. Daraus ergibt sich beispielsweise für ein gesättigtes Rot von mittlerer Helligkeit die Codierung C0.50.40. Die ersten beiden Stellen "C0" stehen für den Rotton, "50" steht für eine relativ hohe Sättigung des Tones und "40" für die Helligkeit. Beträgt die Sättigung einer Farbe weniger als 03, so wird für die Farbtonkennzeichnung dieser Farbe der Buchstabe "N" (= neutral) anstatt der Ziffer verwendet. So bezeichnet der Code FN.02.88 eine annähernd neutrale Farbe mit geringer Sättigung - in diesem Fall mit geringem Gelbanteil - und hoher Helligkeit.

Neutrale Farben

Die neutralen Farben Weiß, Grau und Schwarz werden anstelle der für den Farbton geltenden Buchstaben-Ziffer-Kombination mit "ON" gekennzeichnet. Auch erhalten die neutralen Farben, die keine Buntheit und damit auch keine Sättigung aufweisen, die Sättigungskennzeichnung "00"; Schwarz hat die Helligkeitsbezeichnung "00".


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Farben - dem Geheimnis auf der Spur


Seit 13 Jahren kürt Sikkens die Farbe des Jahres. Sie markiert den Ausgangspunkt der Farbpalette, die im kommenden Jahr Designbereich beeinflussen wird. 2016 nimmt Goldocker diesen Platz ein: Einerseits ist es strahlend genug, um Aufmerksamkeit zu erwecken. Andererseits lässt es sich hervorragend kombinieren. Nachfolgend ein Interview mit Heleen van Gent, der Leiterin des Aesthetic Center in Amsterdam:

Interview Farbtrends 2016


Wie kommt es, dass manche Farben gefallen, andere wieder nicht?

Es gibt Töne und Farben, die wir schon in unserer Kindheit kennen lernen und mögen. In einer gewissen Weise werden uns diese Farben auch nie verlassen. Aber Lieblingsfarben können sich natürlich verändern. Sie werden beeinflusst - zum Beispiel von der Mode. Dabei geht es nicht nur darum, was man sieht, sondern auch, was Freunde erzählen. Manchmal ist es so, dass Farben im ersten Moment gar nicht gefallen. Aber dann - nach ein paar Wochen - trägt man sie plötzlich doch. Lila ist zum Beispiel so ein Fall. Grundsätzlich ist es aber trotzdem so, dass es immer bestimmte Vorlieben gibt und immer geben wird.

Frau van Gent, seit 2011 sind Sie dabei, jährlich die Farbe des Jahres zu bestimmen. Hat sich im Vergleich zu damals etwas geändert? Zum Beispiel der Prozess, die Zusammensetzung der Expertengruppe oder auch die Bedeutung des Konzepts?

Ja, in diesem Jahr hat sich im Vergleich zu den vorherigen tatsächlich einiges geändert. Das Team setzt sich neu zusammen, und der Prozess wird sogar jährlich optimiert. Außerdem befragen wir inzwischen viel mehr Menschen zu ihrer Meinung. Die Recherche ist außerdem zunehmend sorgfältiger geworden, die Ergebnisse und Einblicke basieren nun noch mehr auf Design- und Architekturtrends.

Vor einigen Jahren sagten Sie, dass es ein sehr spannender Prozess ist, die neue Farbe des Jahres zu bestimmen. Ist inzwischen eine Art Routine eingekehrt?

Nein, es war auch dieses Mal genauso spannend wie immer. Aber die Bestätigung, die wir alle erhalten, und die Sicherheit, dass wir die richtige Farbe ausgewählt haben, sind sehr befriedigend. Zu sehen, dass die Colour Futures überall genutzt werden, ist sehr lohnend. Ich bin sehr glücklich sagen zu können, dass wir bisher in jedem Jahr immer die richtige Farbe gewählt haben.

Was mögen Sie an der Farbe des Jahres 2016, an Goldocker?

In jedem Jahr ermitteln wir eine neue Farbe, und zwar eine, bei der wir das nicht vermutet hätten, wenn man uns ein Jahr zuvor danach gefragt hätte. Und jedes Mal verliebe ich mich in diese neue Farbe. Wir kreieren immer wunderschöne und unerwartete Farbpaletten um die jeweilige Farbe. So erwecken wir sie zum Leben und auch, wenn wir beginnen, mit ihr zu arbeiten. Später zeigen wir sie vielen Menschen, Kunden, die sie als den aktuellen Trend erkennen. Das ist ebenfalls immer auch eine Belohnung.

Auf welche Art und Weise ist die neue Farbe des Jahres ein Spiegel unserer Gesellschaft?

Das Metall Gold wird derzeit überall in der Designwelt und in der Architektur genutzt, ebenso wie viele Gelbtöne. Das führte Schritt für Schritt zur Farbe des Jahres, also zu Goldocker. Auch das übergeordnete Thema, in beide Richtungen zu schauen, ist in dieser Farbe zu finden, es ist gleichzeitig eine Farbe der Zukunft wie auch der Vergangenheit. Gold verkörpert derzeit ebenso wie das Material Holz den neuen Luxus, beides ist in Goldocker wiederzuerkennen.

Was sind die Vorteile von Goldocker? Ist es gebräuchliche Farbe insbesondere auch für Maler?

Ja, absolut! Es ist eine einfache Farbe für den Interieur- und Exterieurbereich. Keinem von uns ist diese Farbe fremd, sie existiert in der natürlichen Welt und erscheint dabei immer wieder neu.

Goldocker kann als Übersetzung eines aktuell vorherrschenden Konzepts verstanden werden. Wie würden Sie dieses Konzept beschreiben?

Ganz einfach: Die Farbe steht für das Konzept, in beide Richtungen zu schauen.

Wie sieht die Arbeit des Global Aesthetic Center konkret aus?

Ein großer Teil unserer Arbeit besteht darin, Farbkonzepte und -paletten, Broschüren und Anzeigen zu entwerfen. Dafür müssen wir natürlich wissen, welche Trends sich entwickeln, um diese zu erkennen und zu nutzen. Wir sehen uns Zeitungen, Zeitschriften und Magazine an, besuchen Design- und Modemessen. Dabei geht es nicht um die großen Medien-Events, sondern um die kleinen Dinge. Wie die Menschen leben, was sie denken, wie sie fühlen. Einmal im Jahr gibt es dazu ein globales Meeting mit externen Experten. Architekten sind dabei, Modemacher, Designer. Viele Impulse gehen von Grafik-Designern aus. Ihre Arbeit ist oft kurzlebig. Deshalb können sie experimentieren. Sie sind frei in ihren Ideen und trauen sich, Farben einzusetzen. Das ist sehr inspirierend. Die gesammelten Informationen nehmen wir mit zu Akzo Nobel und machen sie zur Grundlage unseres „workshop for future colours“.

Bei Goldocker handelt es sich erneut um eine der sogenannten Zwischenfarben, die sie so lieben ...

Ja, auch das ist richtig. Obwohl es sich dabei um eine Nuance von Gelb handelt, ist es auch ein warmer und neutraler Ton. Sehr vielseitig, sehr spannend. Er lässt sich sehr gut mit diversen anderen Farben kombinieren, sodass immer wieder neue Effekte entstehen. Es passt ausgezeichnet zu vielen unterschiedlichen Dekorationsstilen.

Die neue Farbpalette ist eher zurückhaltend und gedämpft. Kann dies als Ausdruck eines neuen Understatements verstanden werden? Daneben erscheint die Palette aber auch sehr freundlich und ansprechend, durchaus aber mit einer etwas mystischen Seite. Soll diese Dualität die der heutigen Welt verkörpern?

Ja, auch das ist richtig. Wir haben beobachtet, dass Farben derzeit zunehmend zurückhaltender und auch nuancierter eingesetzt werden. Die leuchtenden Farben sind zwar faszinierender, aber auch komplex. In dieser Zeit scheint nichts eindeutig sein und alles scheint zwei Seiten zu haben.

Wie lautet Ihr abschließender Kommentar als Head of Aesthetic Center?

Ich bin extrem stolz darauf, die neuen Trends und die Farben für 2016 präsentieren zu dürfen. Die Farbpaletten können sehr gut in der Praxis verwendet werden. Außerdem sind die Bebilderungen im Booklet sehr inspirierend. Wir haben zwar weniger Farben und nur vier Trends statt fünf ausgesucht, aber auch hier gilt: Weniger ist mehr! Neu ist in diesem Jahr die Farbpalette rund um die Farbe des Jahres. Diese 10 Farben zeigen die Kombinationsmöglichkeiten von Goldocker auf zeitgemäße Art. Das ist Anleitung und Inspiration zugleich. Ich hoffe sehr, dass alle Nutzer sich daran erfreuen und die Trends wiedererkennen.


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