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Kraanspoor in Amsterdam

Bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden hier Tankschiffe gebaut, heute entstehen hier Ideen für die Medien.

1946 entstand die holländische Werft Nederlandsche Dok en Scheepsbouw Maatschappij (NDSM) aus dem Zusammenschluss zweier kleinerer Betriebe und ließ sich am nördlichen Ufer des IJ in Amsterdam-Noord nieder, auf einer Fläche von etwa 90 Hektar. Nach der Schließung 1978 fiel das Gelände 20 Jahre in einen Dornröschenschlaf, um in den 90er Jahren zum Hot Spot für junge Kreative und Künstler zu werden. Heute hat sich eine lebendige Mischung aus Kultur, Wohnen, Gewerbe und Kreativwirtschaft angesiedelt - unter anderem in dem Bürogebäude auf dem ehemaligen Werftspier. 1952 erbaut, diente er als Fundament für fahrbare Kräne, heute als Unterbau für das ungewöhnliche Gebäude. Die Umnutzung war allerdings nicht ganz unproblematisch, da die Tragfähigkeit der Konstruktion nicht für diese Lasten ausgelegt war. Daher musste bei der Planung des Gebäudes auf leichte Materialien und Konstruktionselemente zurückgegriffen werden. Schöner Nebeneffekt: das Gebäude wirkt dadurch transparent und luftig. Dieser Eindruck wird durch die durchgängige 5.000 m2 große Glasfassade unterstrichen.

Zur Regulierung des Raumklimas wurde die Fassade zweischalig ausgeführt: eine umlaufende Glashaut mit Holzrahmen, davor eine Schicht aus waagerechten, verstellbaren Glaslamellen. Die Fenster haben eine Größe von 7,50 x 2,80 m, eine echte Herausforderung für die Herstellung und Montage. Die vorgefertigten Kiefernholzrahmen mit äußeren Red-Cedar-Abdeckleisten wurden auf der Baustelle in die Fassade eingesetzt. Die Beschichtung der Holzkonstruktion wurde manuell ausgeführt. Dazu wählte man Cetol BL Decor als transparente Beschichtung, da so der Übergang vom Rahmen zur Konstruktion problemlos und ohne sichtbaren Unterschied hergestellt werden konnte. Nun schweift der Blick aus dem Büro über das IJ, eingerahmt durch erlebbares Holz - pure Natur an urbanem Ort.

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