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EISENSTEINER HÜTTE

Jetzt Arber richtig! Der Arber ist mit 1.456 Metern der höchste Berg des Bayerischen Waldes. Die Holz­bauten im Gipfelbereich sind extremen Witterungssituationen ausgesetzt. Im Sommer wechseln sich hohe Luftfeuchtigkeit und starke UV-Strahlung ab, im Winter gibt es Schnee und Eis satt. Eine echte Herausforderung für dauerhaft schützende Beschichtungen.

Schon einmal etwas von Arbermandl gehört? Die Latschen und Bergfichten am Arber erstarren im Winter bei Ostwind und Eisschnee zu bizarren und oft skurril wirkenden Gestalten, den sogenannten Arbermandl (Mandl = Mann). Betrachtet ein Maler dieses wunderbare Naturspektakel, fragt er sich unweigerlich, wie wohl die Beschichtungen der zahlreichen, größtenteils aus Holz bestehenden Bauten auf dem Arber diese monatelang präsenten Eispanzer schadlos überstehen. Eine Frage, die sich auch Thomas Liebl, Betriebsleiter am „König des Bayerwalds“ Mitte des vergangenen Jahres stellte. Hier in Bayerisch Eisenstein betreibt die Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern eines der modernsten Skigebiete Deutschlands. Im Winter kommen rund 300.000 Gäste. Die Gondelbahn ist auch im Sommer in Betrieb und befördert rund 200.000 weitere Gäste auf die sehr gut ausgebauten Wanderwege im Gipfelbereich, die eine herrliche Aussicht auf den Bayerischen Wald und in den Böhmerwald bieten, an manchen Tagen sogar bis zu den Alpen.

Das Fürstenhaus zählt zum deutschen Hochadel. Die erste urkundliche Nennung der „Zollern" findet sich in einer Chronik des Bertholds von Reichenau (1061). Heute leitet Fürst Karl Friedrich von Hohenzollern die Geschicke des Unternehmens, das als drittgrößter privater deutscher Waldbesitzer auch über Immobilienbestände und Beteiligungen verfügt. Aber zurück zum Arber ... Ein neuer Beschichtungsaufbau musste her. Im Sommer 2013 erhielt Christian Seidel, Maler- und Lackierermeister in der Technischen Beratung und Verkauf der Akzo Nobel Deco GmbH, einen Anruf der Max Schierer GmbH, dem führenden Bauzentrum der Region mit sieben Niederlassungen im Bayerischen Wald. Max und Maximilian Schierer sind begeisterte Arber-Fans, die zunehmend notwendige Erneuerung der Beschichtungen an den Gipfel-Gebäuden war ihnen daher schon fast ein persönliches Anliegen.

Gemeinsam mit Thomas Liebl verständigte man sich auf eine Bemusterung mit Sikkens Cetol BLX-Pro. Die wasserbasierte Dünnschichtlasur mit langer Offenzeit bei schneller Durchtrocknung erzielt auch bei ungünstigen Wetterbedingungen beste Ergebnisse, wovon sich Thomas Liebl nach über sechs Monaten Standzeit ein Bild machen konnte. Das Ergebnis überzeugte ihn, und somit bestellte er reichlich Material für die bevorstehende, rund 2.500 Quadratmeter große Oberflächenbeschichtung. Am Arber sind im Sommer 70, im Winter 120 Mitarbeiter beim Bergbahn-Betrieb und in den sechs modernen Gasthäusern beschäftigt. Darunter befinden sich auch viele Facharbeiter für alle notwendigen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen bei den Seilbahnenund Liftanlagen.

Längere Wartungsintervalle

Nach entsprechender Einweisung von Christian Seidel wurde mit der Erneuerung der Beschichtungen begonnen. Im Klartext hieß das, zunächst zu schleifen und alle rohen Holzteile mit dem Bläueschutz Cetol BL Aktiva BP zu behandeln. Dieser wasserbasierte, vorbeugende chemische Bläueschutz für Nadelholzoberflächen im Außenbereich schützt das Holz gegen den Befall verfärbender sowie zerstörender Pilze und egalisiert die Saugfähigkeit des Holzes. Und weiter: einmal Cetol BLX-Pro auftragen, offene Stirnhölzer mit Kodrin WV 456 versiegeln, zwei weitere Anstriche mit Cetol BLX-Pro und abschließend eine zusätzliche Schutzbeschichtung mit Cetol Clearcoat HB durchführen. „Diese farblose, seidenglänzende, feststoffreiche und lösemittelreduzierte Holzlasur für außen enthält binäre Lichtstabilisatoren für verbesserte UV-Beständigkeit“, erklärt Christian Seidel. „Wir setzen sie hier als zusätzliche Schutzbeschichtung ein, um die Standzeit um bis zu 60 Prozent zu verlängern.“ Das farblose Finish setzt den Transmissionswert der schädlichen UV-B-Strahlung nahezu auf Null. Dadurch erhöht sich die Wetterbeständigkeit der Lasur enorm. Am Arber bedeutet dies, dass nicht nach 2, maximal 2,5 Jahren eine Auffrischung notwendig ist, sondern erst nach 3, spätestens 3,5 Jahren. Bis Ende des Jahres wurden alle Arber-Bauten komplett aufgefrischt.